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Verfangen in der Virtualität? -Internetsucht - Onlinesucht-

Internetsucht oder auch Onlinesucht ist keine Bagatelle! Im Folgenden einige private Gedanken von mir dazu und auf den Zusatzseiten: Zahlen & Fakten zur Onlinesucht, Verweise zur Suchthilfe, Informationen und entsprechenden Internetsucht-Initiativen!

Guten Tag werter Leser,

nicht umsonst dürftest Du Dich für diese Seiten interessieren. Es wird sich noch gestritten, ob der Begriff Onlinesucht bzw. Internetsucht, so stimmig ist. Denn eine stoffliche Abhängigkeit liegt in einem solchen Falle ja nicht vor. Doch egal ob nun Wortklauberei, oder ob diese Vokabeln Bestand haben werden, Fakt ist, es gibt diesen Mechanismus und er kann verflixt gefährlich werden.

Meist beginnt es völlig harmlos. Sei der Kontakt zum Netz nun durch den Arbeitsalltag oder im Privaten entstanden, so bietet das Internet in jedem Falle unzählige Möglichkeiten der Zerstreuung, Informationen in Hülle & Füllen und ist oft schlicht Arbeitsgrundlage sowie Informationsquelle. An sich also eine positive Sache und eine Bereicherung des Lebens generell. Genau das ist es auch für den Großteil der Internetnutzer und es liegt mir fern dies irgendwem verleiden zu wollen. Jedoch ist es eine altbekannte Weisheit, dass jedes Ding zwei Seiten hat und auf diese, die andere Seite, soll im Folgenden eingegangen werden.

Ich selbst stolperte vor nicht allzu langer Zeit, völlig naiv in eine große Forencommunity und erlebte dann ein Drama in endlosen Akten, welches mich nicht nur meine Selbstachtung zu kosten drohte, sondern auch meine Ehe, sowie meine alltägliche Realität und Sicherheit im Ganzen. Mich hatte niemand gewarnt und zurückblickend denke ich, vielleicht wäre ich vorsichtiger gewesen, hätte es jemand getan, was jedoch reine Spekulation ist.

Forum Onlinesucht : Internetsucht : IAD Spezial! Informationen, Hilfe und Diskussion im Forum für Onlinesucht und Internetabhängigkeit. Hinweis! Es existiert hier ein Forenboard und das was ich jetzt tue, nämlich darauf zu verweisen um sich Unterstützung anzufordern, mag nicht sehr sinnig anmuten, schließlich geht es darum eine Sucht zu bekämpfen. Allerdings ist im Falle von Onlinesucht nicht das Internet die Droge, sondern nur ein Transmitter für den eigentlichen Mechanismus und dieser soll beherrscht werden können (zumindest sollte es erlernt werden). Unter dem unten stehenden Verweis Community Board, sowie bei dem links platzierten Link Wave Forum, gelangt Ihr zum Forenboard dieser Domain. Ein spezielles Forum im gesamten Board ist das Forum Onlinesucht : Internetsucht : IAD Spezial! Informationen, Hilfe und Diskussion im Forum für Onlinesucht und Internetabhängigkeit. Forum Onlinesucht/Internetsucht, in dem auch Ihr als Gäste Schreibrechte habt, somit Erfahrungsaustausch betreiben, sowie Rat & Hilfe zum Thema Onlinesucht - Internetsucht anfragen könnt.

In der Suche steckt die Sucht...

Maß halten, wenn das zum Problem wird, der Gedanke an das Internet und/oder die Netzkontakte, das Leben beginnt zu beherrschen und immer mehr Zeit geopfert wird. Wenn vermeintlich nur noch im Internet wahre Freunde gefunden wurden/werden, der Alltag gleichgültig und als Last empfunden wird, die Verwahrlosung durch Nachlässigkeit beginnt, dann hat es Dich zu sehr vereinnahmt und Du solltest etwas tun. Möglichst bevor alles zusammenbricht!

"Kann mir doch nicht passieren, ich bin doch kein labiles Weichei und außerdem habe ich Familie und bin ich mit meinem Leben doch völlig zufrieden!" So, oder so ähnlich, mag sich so mancher Süchtige noch vor Wochen angehört haben. Denn eines sei gesagt, es geht unter Umständen rasend schnell! Mancher mag sich bereits jahrelang, vielleicht beruflich, im Netz bewegen; um dann, mit einem Klick nur, in etwas zu landen, was zuerst schleichend und dann immer schneller und deutlicher, vom Vergnügen zum kraftraubenden Lebenszweck mutiert. Warum kann es so schnell gehen und warum gibt es keine klare Einteilung wer nun suchtgefährdet ist und wer nicht? Nun ja, meines Erachtens nach liegt es daran, dass eine Internetsucht nichts mit einer generellen Labilität einer Person zu tun hat, sondern eher mit einer, nennen wir es ungünstige Ort/Zeit & persönlichen Verfassungskonstellation.

Der beste Schutz gegen diesen Mechanismus der Internetsucht, ist die Kenntnis seiner selbst und seiner Bedürfnisse, bzw. den daraus vorhandenen Defiziten! Diese zu erkennen und Abhilfe zu schaffen, ist der Weg diesen Mechanismus zu umgehen oder aber, so er bereits eingesetzt hat, wieder heraus zu finden!

Natürlich ist das nicht leicht, niemand behauptet das, jedoch ist es der Erfolg versprechende Weg. Und zumindest bei mir, was es der Weg hinaus. Leider (oder Gott sei Dank) neigt der Mensch dazu, glücklich sein zu wollen. Daraus resultiert, dass er logischerweise nicht zwanghaft nach Defiziten sucht, die seine, vielleicht oberflächliche Zufriedenheit, zerstören könnten. So sinnvoll das ist um nicht in Dauerdepressionen zu verfallen, so fatal kann es werden, bietet sich auf einmal ein Transmitter an, um ein Defizit auszugleichen, welches zwar vorhanden ist, aber im normalen Alltag keinen Platz gefunden hat. Sei es aus Pflichtbewusstsein, Zeitmangel oder schlicht Bequemlichkeit, was auch immer, es gibt viele Gründe die Dinge einfach mal laufen zu lassen und solange sie das dann auch tun, wäre eine Veränderung augenscheinlich Energieverschwendung.

Sieh ihr ins Gesicht / Deiner persönlichen Suche!

Die wichtigste Erkenntnis ist wohl die, dass einer Sucht nicht zwingend eine stoffliche Substanz als Droge zugrunde liegt, sondern Sucht ein Mechanismus ist, welcher sich auf so ziemlich alles übertragen kann. Süchtig zu sein nach z.B. Liebe, Nähe, Anerkennung, Macht oder einfach nur Sex. Heute sind diese Mechanismen bekann und die Frage ist immer, was wird vom Individuum in seine persönliche Sucht/Suche hineininterpretiert.(?) Denn es kommt darauf an, was sich der Mensch unter Nähe, Liebe, Macht oder auch unter Sex etc. subjektiv vorstellt, bzw. was assoziiert wird und was die betroffene Person glaubt sich damit verschaffen zu können. Erfahrungsgemäß geht es in all diesen Varianten immer um eine persönliche Bestätigung oder auch ein Erfolgserlebnis, gleich welcher Art, was dann den Kick geben soll. Das kann durchaus auch die Freude sein, andere getäuscht zu haben oder seinen Willen durchzusetzen. Auch die Bestätigung dessen, was der Mensch sowieso schon weiß, bzw. meint zu wissen, z.B. die Annahme: ich werde eh ausgenutzt wenn ich mich öffne; und doch redet/schreibt man sich im Chat oder auf Foren um Kopf und Kragen. Dadurch wird aus einem vermeintlich unerfüllbaren aber ständig präsentem Wunsch, ein Teufelskreis.

Eine andere oft geschilderte Empfindung ist die Offenheit und persönliche freundliche Annahme, die eine Person erfährt, so sie in Interaktion tritt und die damit einhergehenden euphorischen Zustände. Das Gefühl endlich einmal akzeptiert zu werden und so sein zu können wie man wirklich ist und das ohne die störenden Kleinlichkeiten des Alltags. Aber gerade dieser fehlende Alltagsfaktor trägt die Gefahr zum Realitätsverlust und der Prioritätenverschiebung in sich. Man fühlt sich so wohl und heimisch in der virtuellen Welt, dass der Alltag, der durchaus auch Freuden, Freunde, Hobbys aber eben auch Pflichten, Sorgen und Ärgernisse beinhaltet, umkippt in eine, als reine Belastung empfundene Pflicht. Alle Sehnsüchte, Wünsche und Erfolge werden ins Netz transferiert und allein die virtuelle Welt verspricht Glück und Wohlbefinden. Dadurch kommt natürlich alles andere zu kurz und der Druck der zu erledigenden Dinge wächst. Vielleicht beginnen Angehörige zu Murren und Mahnungen flattern ins Haus oder es kommt zu beruflichem Ärger. All das unterstützt das Feindbild Alltag und die Glorifizierung der Netzwelt als virtuelles Zuhause. Der Mensch hat zwar ein schlechtes Gewissen, zumindest unterschwellig, da er durchaus wahrnimmt dass da etwas im Argen liegt, jedoch hat er die Empfindung, dass er sich seine Bedürfnisse und Wünsche, seine Erfolge, ja vielleicht sogar seinen Status und sein Selbstbewusstsein, nur noch im virtuellen Raum beschaffen kann und das Reale Leben/der reale Alltag wird bei manch einem sogar zu einem Angstfaktor, da es immer fremder und drückender erscheint.

Natürlich bleiben dann auch Erfolge im realen Leben aus, schließlich wird alle Energie und jede zu entbehrende Minute in das Geschehen am PC kanalisiert und das Individuum erschafft sich somit seine Bestätigung dieser These, nämlich dass es sich am PC allein glücklich fühlt, mit jedem Tage neu. Freunde und Bekannte werden vernachlässigt, Pflichten nicht wahrgenommen oder geschoben bis zum letzten Drücker. Selbst die Wohnung verwahrlost unter Umständen und letztendlich leidet sogar die Körperpflege. Wer das bei sich beobachtet, der hat erst einmal Eines zu tun, es sich bewusst zu machen. Anzunehmen dass er/sie sich verfangen hat in einem Suchtmechanismus und dass da etwas kompensiert wird. Die Frage ist nur, was?

Der Weg aus der Internetsucht

Viele Wege führen nach Rom und der Richtige ist so individuell wie die Menschen es eben sind. Aber es gibt einige grundlegende Dinge die jedem Wesen helfen können und diese Dinge haben etwas mit Bewusstwerdung zu tun. Zuerst einmal, Scham ist diesem Stadium absolut kontraproduktiv! Natürlich ist es unter Umständen peinlich und unangenehm sich eine vermeintliche Schwäche einzugestehen, ja, sie auch anderen mitzuteilen um Hilfe und/oder Unterstützung zu erlangen. Jedoch den Mut zu haben dem ins Gesicht zu sehen, somit den Willen und die Stärke zur Änderung des Zustandes zu bekunden, ist im Unkehrschluss Grund stolz zu sein und seine Energie nicht mit rückblickender Scham zu vergeuden, sondern auf ein zukünftiges Ziel zu richten und dieses Ziel heißt Leben!

Jeder, jawohl Jeder, kann sich einmal verstricken! Für jeden Menschen kommt einmal eine schwierige Situation in seinem Lebenslauf und es ist kein Zeichen von Minderwert in eine solche zu geraten! Was allein zählt, ist, sein Leben nicht wegzuwerfen, nicht aufzugeben und sich den Tatsachen zu stellen. Dazu ist es zwingend notwendig, sein Tun, frei von falscher Scham und den daraus resultierenden verdrängenden Selbstlügen, zu hinterfragen. Es ist keine Schande es nicht allein zu schaffen und alle Hilfe zu nehmen die man bekommen kann! Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, denn es erfordert sehr viel Mut sich Anderen anzuvertrauen und deren Urteile zuzulassen! Wichtig ist der Weg zurück, also das wieder herzustellen was vorher war und herauszufinden was daran nicht genug war. Will heißen, was hat gefehlt in diesem Leben, dass man es im Netz zu suchen begann? Oder auch, was genau war es, was einem im Internet den Kick gab? Welches Gefühl war es? Wann trat dieses Gefühl auf? Und was genau löste dieses Gefühl aus? Indem man es einkreist, lokalisiert und benennen kann, in dem Maße wie man es bewusst erfasst, wird es möglich sein, es sich durch Alternativen zu beschaffen die außerhalb des Suchtmechanismus liegen!

Noch etwas, eine Euphorie entsteht erst durch einen vorherigen Mangel! Es ist wie mit Hunger und dieser wird natürlich immer größer, je länger man nicht isst. Bekommt man dann endlich etwas und sei es auch nicht unbedingt schmackhaft, so wird man es gierig hinunterschlingen und einfach glücklich sein einen vollen Bauch zu haben. Es ist elementar sich seiner Bedürfnisse nicht zu schämen, sie nicht zu verdrängen oder zu leugnen, damit die Seele keinen exorbitanten Hunger entwickelt. Denn dieser Seelenhunger löst die Sucht erst aus! Natürlich bedeuten Bedürfnisse auch Abhängigkeiten von Anderen, bedeuten Verletzungsgefahr und somit Angst, aber ein Verdrängen ist hier nicht die Lösung, denn irgendwann wird sich die Seele holen was sie braucht und sei es erst einmal unbewusst; und dann hängt man sich auf in diesem Mechanismus ohne zu wissen wie einem geschieht. Sich Liebe zu wünschen, Wärme, Geborgenheit, Nähe, Verständnis, aber auch Macht, Dominanz, Anerkennung, Bestätigung, Sexualität (vielleicht auch in extremerer Form als "Blümchensex"); gebraucht werden zu wollen, bestimmen oder einfach auch einmal Spielchen spielen zu wollen, all dies ist menschlich und kein Grund sich zu schämen, sich schwach oder minderwertig zu fühlen, nur weil es sich vielleicht nicht gehört! Und selbst das, sich eben schwach und minderwertig zu fühlen und es zuzulassen, bedeutet die Möglichkeit sich Trost zu holen, bei einem Anderen einzukuscheln, sich fallen zu lassen und danach wieder gestärkt zu sein. Nur im Annehmen der eigenen Persönlichkeit, auch mit den Wesenszügen die man an sich vielleicht nicht so mag, liegt die Möglichkeit seine Bedürfnisse in verantwortungsvoller Art, sich selbst und Anderen gegenüber, zu befriedigen. Und nimmt ein Mensch uns dann so an, mit all unseren zugehörigen Zügen, dann haben wir einen wirklichen Verbündeten. Und auch nur so ist es möglich solche Menschen zu finden.

Sorge für Dich ...

Wie? Diese Frage wirst Du Dir vielleicht nun stellen werter Leser. Ich kann es Dir natürlich nicht genau sagen, kann Dir nur sagen wie ich es tue und einige Vorschläge unterbreiten. Doch damit diese Seite nicht endlos wird, gibt es die Fortsetzung auf der Seite "Internetsucht & Hilfe", bei Interesse klick einfach auf den Link.

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