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Onlinesucht : Zahlen & Fakten zu IAD
> Was ist Onlinesucht / Internetabhängigkeit ?
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Onlinesucht / Internetsucht - Noch streiten sich die Geister ob diese
Erscheinung nun ein eigenständiges Krankheitsbild ist und somit eine Eigendefinition und Bezeichnung verdient, oder aber, eine Onlinesucht sich eigentlich aus vorbelastenden Komponenten bildet. Dies wiederum würde bedeuten, dass eine Internetsucht nur dann
entwickelt wird, wenn der entsprechende Patient schon vorher durch diverse psychosoziale Störungen vorbelastet und geprägt wäre, oder aber, eine bisher nicht erkannte Persönlichkeitsstörung (die
jedoch vorher bereits bestanden hätte) fände in der Onlinesucht nun einen Ausbruchspunkt. Die wissenschaftlich korrekteste Bezeichnung für ein Verhalten
wie es ein Onlinejunkie zeigt, ist wohl die des pathologischen Internetgebrauchs.
Die Onlinesucht ist ein sehr junges Phänomen, was natürlich darin begründet liegt, dass die Öffnung des
Internets und somit der Zugang der Massen, und daraus resultierend die Bildung eines Massenphänomens wie es die Onlinesucht immer mehr zu werden scheint, erst einige Jahre zurückliegt. Die erste Definition in dieser Hinsicht prägte der New Yorker Psychiater
Ivan Goldberg, allerdings
eher ungewollt, da er dies ursprünglich als Witz unter Kollegen meinte. Womit wohl auch er nicht gerechnet hatte, war die recht unvermittelt einsetzende Bestätigung dieser Definition und wie immer bei
bestehender Nachfrage beginnt sich ein Angebot zu formen; und so schossen in Amerika bald die ersten Cyber-Praxen aus dem Boden die sich mit der Problematik "Internet Addiction Disorder (IAD)" befassten.
Kimberly Young schrieb das Fachbuch "Caught in the Net" (Gefangen im Netz) und gründete 1995 in Pittsburgh das "Center for Online Addiction", 1998 folgte die erste deutsche Studie von
Dr. Hans Zimmerl, welche sich aber auf das Verhalten in Chatrooms begrenzte. 1999 etablierte die ehemals selbst betroffene
Gabriele Farke die erste Online Selbsthilfegruppe für Internetabhängige und im gleichen Jahr
begannen Dr. Jerusalem & Dr. Hahn (Humboldt - Universität Berlin) eine breitangelegte Forschungsstaffel mit 10.000 Befragten.
Um es kurz zu machen, dieses junge Forschungsfeld war also entdeckt und im Zuge eben dieser Forschung, enthüllten sich
alsbald erschreckende Zahlen. Einige dieser Angaben mussten später relativiert werden, trotzdem ist und bleibt die Entwicklung äußerst bedenklich. Die Zahlen tendieren ca. im Bereich 4-6 % der gesamten Internetnutzer, welche als süchtig, bzw. massiv suchtgefährdet eingestuft werden könnten.
(Siehe hierzu bitte die Verweise im unteren Seitenbereich) Was also bedeuten würde, ca. 4-6 % der gesamten Internetgemeinde zeigt ein Verhalten welches weit über den "normalen" Gebrauch dieses Medium hinausgeht und unter Umständen verheerende soziale Folgen mit sich bringt!
Symptome & Klassifizierung der OnlinesuchtWie bereits gesagt, ist es noch strittig ob es den Begriffen Internetsucht/Onlinesucht vergönnt sein wird, als eigenständiges psychologisches Krankheitsbild klassifiziert zu werden. Bisher liegt eher die Vermutung nahe, dass ein
pathologischer Internetgebrauch, bzw. eine nicht stoffliche Suchtentwicklung, auf bereits zuvor gegebene und vielleicht nicht
erkannte Problematiken zurückgeht. Trotzdem wurden bereits einige Anhaltspunkte zur Klassifizierung einer Onlinesucht im Zuge der Beforschung sichtbar. So definiert sich eine Internetsucht nach Hahn & Jerusalem (Studie 2001) wie folgt:
~ Wenn über längere Zeitspannen der größte Teil des Tageszeitbudgets zur Internetnutzung verausgabt wird.
Hierzu zählen auch verhaltensverwandte Aktivitäten wie beispielsweise Optimierungsarbeiten am Computer.
(Einengung des Verhaltensraums)
~ Eine Person die Kontrolle über ihre Internetnutzung weitgehend verloren hat bzw. Versuche, das Nutzungsausmaß zu reduzieren oder die Nutzung zu unterbrechen, erfolglos bleiben oder erst gar nicht unternommen werden, obwohl das Bewusstsein für dadurch verursachte persönliche oder soziale Probleme vorhanden ist.
(Kontrollverlust)
~ Im zeitlichen Verlauf eine Toleranzentwicklung zu beobachten ist, d.h. die "Verhaltensdosis" zur Erreichung der angezielten positiven Stimmungslage gesteigert werden musste.
~ Entzugserscheinungen als Beeinträchtigungen psychischer Befindlichkeit (Unruhe, Nervosität, Unzufriedenheit, Gereiztheit, Agressivität) und psychisches Verlangen ("craving") nach der Internetnutzung als Folge zeitweiliger, längerer Unterbrechung der Internetnutzung auftreten.
~ Wegen der Internetaktivitäten negative soziale Konsequenzen in den Bereichen Arbeit und Leistung sowie soziale Beziehungen (z.B. Ärger mit Freunden oder Arbeitgeber) eingetreten sind.
Wer ein solches Verhalten bei sich in großen Teilen oder sogar in vollem Umfang beobachtet, sollte sich nach Hilfe
umschauen, da jede Sucht auf Dauer unabsehbare negative Konsequenzen hat. Eine spezifische Internetsucht-Therapie ist zwar noch nicht etabliert, allerdings liegen nur allzu häufig ganz andere Probleme zu Grunde, welche durchaus behandelt werden können. Darauf wird in den zusätzlichen,
sich hier befindlichen Seiten, noch näher eingegangen. (Onlinesucht & Hilfe / Internetsucht)

> Internetsucht | Onlinesucht | Informationen
~ SSI-Projekt Studienserie zu Stress und Sucht im Internet | Ein Projekt der PSILab der Humboldt - Universität Berlin.
~ Onlinesucht Sehr ausführliche und informative Seite zum Thema Onlinesucht und Beforschung der Internetsucht.
Onlinesucht | Denkanstösse - Lyrik
Zum Community Board (& Hilfeforum "Vernetzt Gäste")
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