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| Internetsucht / Onlinesucht | IAD Informationen & Suchthilfe
> Hilfe bei Onlinesucht / Internetsucht ?Aus jedem Mechanismus gibt es einen Ausweg, jeder Sucht liegt ein Defizit zu Grunde und wird dieses erkannt, erschließt sich die Möglichkeit es auf anderem Wege auszugleichen als in der Verstrickung der Abhängigkeit verhaftet zu bleiben. Wieder der Hinweis das hier auf dem Community Board eine Möglichkeit zum Austausch besteht. Bitte besucht dazu das Forum "Vernetzt" ! Dort werde ich Euch auch Rede und Antwort stehen so Ihr über das hier Geschriebene diskutieren wollt oder Fragen dazu habt.> Hinweis ! Am Ende dieser Seite findet Ihr einige Links zu weiteren Informationen und Initiativen die Euch vielleicht ebenfalls helfen können. > Wege aus der "Gedankenfalle" Sucht / Die "Kunst" für sich zu sorgen--"Aber es ist doch real !" -- "Ich fühle es, ich sehe es, ich erlebe es, wo ist die Grenze zwischen Bereicherung und Falle ?" -- Um dies etwas zu klären, fange ich einmal mit der Frage der Realität an. Was also ist real und was Fiktion, bzw. Interpretation oder (Selbst)Täuschung ? Real ist erst einmal das was man unmittelbar wahrnimmt, nämlich sich selbst, den man wahrnehmen kann, anfassen und fühlen kann. Mit allen Sinnen sind wir uns selbst erfassbar und somit sind wir in uns real. Wir werden für uns selbst realer, je mehr Ehrlichkeit wir für, und zu uns selbst zulassen. Bedeutet, in uns hineinhören und versuchen wahrzunehmen was sich dort abspielt. Das ist unsere eigene unmittelbare Realität und bei der empfiehlt es sich zu bleiben, denn die große Frage ob wir alle in einem Traum leben und irgendwann im Filmhit Matrix aufwachen werden lenkt uns hier nur ab. Es geht um das eigene, unmittelbare Leben und Wohlbefinden, daher heißt es erstmal weg vom "Großen", hin zur kleinsten Einheit. Krebs beginnt mit einer mutierten Zelle und um zu erfassen was diese Krankheit ist, muss ich die Veränderung dieser kleinsten Einheit verstehen können. In unserem Fall ist die kleinste Einheit das Individuum, also wir selbst. Wir müssen uns selbst also erstmal glauben lernen und uns selbst zur absoluten Instanz unserer Wahrheit machen. Also: |Was ich fühle ist real !| Aber: |Warum fühle ich es ?| Ist der Auslöser der Tatsächliche, oder meine ich das nur ? Denn, was sehe ich tatsächlich ? Kann ich es anfassen, so wie mich selbst ? Denn, nicht vergessen, ich bin real, weil ich mich fühlen und berühren kann ! Nächster Schritt, Realität, unsere Realität ist also die Gesamtheit unserer körperlichen Präsenz in Verbindung mit unseren Empfindungen. Bitte noch beachten, Gedanken entstehen aus Emotionen, nicht umgekehrt, niemals umgekehrt ! Man stelle sich vor es wäre umgekehrt, was bedeuten würde, Emotion entstehe aus Logik. Die Welt wäre totlangweilig ! Und man würde sich z.B. schlecht fühlen da man schlechte Gedanken hätte, was Blödsinn ist. Es ist eher so, dass man das Grübeln bekommt wenn man sich schlecht fühlt und einen Ausweg sucht. Damit haben wir die nächste Antwort, unsere Logik ist unser Werkzeug um unsere Bauchgefühle zu ergründen, zu verstehen und uns selbst Dinge zu erklären. Ein guter Freund dieser logische Verstand. Womit wir direkt beim nächsten Punkt landen, unserer Wertigkeitswahrnehmung unserer selbst. Im Moment in dem man sich selbst eine Sucht eingesteht, ist der Feind ja vermeintlich in uns selbst zu finden, bzw. sind wir uns selber Feind. Da ist die böse Falle ! Und meines Erachtens liegt hierin die Antwort auf alle Suchtmechanismen dieser Welt. Wir empfinden uns selbst als feindliche Instanz und, bitte frage Dich das einmal ganz ehrlich lieber Leser, hast Du das nicht schon getan bevor Du im Netz gelandet bist und Dich verheddert hast ? Warst Du nicht oft wütend auf Dich selbst, fühltest Dich überfordert und hilflos und nicht wirklich liebenswert, da Du ja nicht dem (gesetzten oder vermeintlich geforderten) Ideal entsprochen hast ? Oder aber, auch eine Möglichkeit, Du hast niemals darüber nachgedacht, einfach funktioniert, Pflichten erfüllt und vorübergehenden Druck- und / oder Unwohlseingefühlen einfach keine Beachtung geschenkt, eben weil Du davon ausgegangen bist, dass sie vorübergehend sind ? Gut, also, ich sitze vor dem PC und fühle real eine Befriedigung bei meinem Tun. Eine Befriedigung die vermeintlich ausgelöst wird durch z.B. die freundliche Annahme von anderen Wesen die irgendwo da draußen vor ihrem Bildschirm sind, oder ich erfahre dieses Gefühl durch die Täuschung Anderer, oder weil ich etwas sammele und mich ordentlich geschickt dabei anstelle, oder mich durchsetze gegenüber Anderen etc.etc. All das ergibt ein Gefühl, ein gutes Gefühl, was für ein Gefühl ? Wert ? Erfolg ? Bestätigung ? Was ist der Kick ? Und, wenn eines davon zutrifft, (ich glaube wenn Du ehlich bist tut es das mit ziemlicher Sicherheit) warum brauche ich das ? Warum habe ich es nicht gehabt, bevor ich im Netz gelandet bin ? Was hat mich daran gehindert es mir zu beschaffen und warum kann ich es mir im Netz holen ? Oder anders formuliert, welche Hindernisse sind im Netz nicht vorhanden, dass ich es mir hier beschaffen kann ? Und, sind das wirklich Hindernisse ? Realität, unsere Realität ist unser Fühlen, nicht das war andere schreiben, nicht das was auf dem Bildschirm erscheint, sondern einzig und allein das was wir dabei empfinden ! Alles andere, alles was von aussen kommt, wird interpretiert und kann Wahrheit wie Lüge sein. Es ist nicht zu kontrollieren und somit erst einmal nicht real, nicht für uns unmittelbar. Aber wir brauchen es, brauchen die Reaktionen der Anderen um uns selbst dieses Gefühl der, hm ... nennen wir es, Wertigkeit und Bestätigung zu verschaffen. Jetzt folgern wir daraus einmal, dass wir es vorher nicht hatten, sonst wären wir ja nicht hier gelandet, nicht wahr ? Also, was tun wir hier denn nun tatsächlich ? Wir stellen uns Gefühle her und das mittels eines zwischengeschalteten Mediums, nicht via unmittelbarem menschlichem Kontakt. Wir stellen und Gefühle her die wir gern haben wollen und wir glauben es gehe nur so. Aber was hat der Sammler tatsächlich wenn er Downloads brennt und was für ein Triumph ist es denn Andere zu täuschen oder argumentativ an die Wand zu drängen ? Wie lange hält die Befriedigung für ein Lob, wieviel Energie wird hineingesteckt und wieviel gibt es dafür zurück ? Ja, wir sind wirklich gemein zu uns, und warum ? Haben wir es wirklich verdient das wir solch Schindluder mit uns treiben ? Warum wollen wir so dringend etwas haben oder "Gewinnen", dass wir dafür bereit sind alle Zeit und Energie zu geben die wir übrig haben und entbehren können und machmal weit darüber hinaus. Ja, wir sind uns selbst Feind, zumindest verhalten wir uns so ! Aber eigentlich, verflixt, wollen wir doch etwas Gutes für uns. Wollen Bestätigung, Wert, Annahme und Anerkennung und dabei gehen wir dann fast drauf ? Muss das wirklich sein ? > Der Friedensvertrag & Abschied einer IllusionTja, da sind wir also, wir armes unwertes Etwas, was sich mehr oder minder erfolgreich abschottet um seiner Bedürfnisbefriedigung zu fröhnen, die anders nicht realisierbar scheint. Wir sollten wütend sein, wir sollten tatsächlich sogar ordentlich wütend sein ! Aber nicht auf unsere Blödheit oder auf unseren Minderwert, sondern einzig und allein auf unsere Unfähigkeit uns selbst ein Freund zu sein ! Auf das was wir uns hier antuen und das alles nur auf Grund einiger angeblicher Schwächen die nur allzu menschlich sind ! Wir sollten vor Wut schäumen weil wir uns versagen Mensch zu sein und das endlich einmal einzusehen. Weil wir uns selbst den Wert absprechen liebenswert zu sein, einfach weil wir ein denkendes und fühlendes Wesen, und nicht, ein immer funktionierender Roboter sind ! Wir sollten regelrecht explodieren im Angesicht der Erkenntnis, dass es Irgendwem oder Irgendwas gelungen zu sein scheint, uns ein Werteschema zu implantieren was im höchsten Maße lebensfeindlich ist und welches wir selbst auch noch ausgebaut haben ! Und jetzt, nehmen wir diese Energie der Wut und machen etwas Konstruktives daraus... Du, mein lieber Leser hast Dich verarschen lassen und zwar so perfekt das Du es selbst weitergeführt hast ! So wie ich, so wie Millionen anderer Menschen und ich frage Dich jetzt mal, wie fühlt sich das jetzt an ? Wie fühlt es sich an in Erwägung zu ziehen das ich Recht haben könnte und zusätzlich, wir uns selbst auch gleich mit getäuscht haben in der erfolgreichen Flucht vor der Erkenntnis es alleinig selbst zu sein, die sich all das hier gebastelt haben ? Wir sind so wenig abhängig vom Netz oder wahlweise der exzessiven Bastelei am PC, wie ein Fisch ein Fahrrad braucht. Abhängig sind wir nur von unseren Bedürfnissen und gefangen in unserer Unfähigkeit diese zu erfassen, da wir uns selbst als Feind misstrauen und jemand der abgelehnt wird und konditioniert werden soll, wird bekanntlich nicht reden, im Gegenteil in trotziges Schweigen verfallen. All das tun wir uns in unserer inneren Welt gerade an und wenn wir damit nicht aufhören, dann bleibt es wie es ist oder wird schlimmer. Was also können wir tun um diesen fatalen Selbstfesselungsmechanismus (was ein Wort) zu stoppen ? Nun, wir sollten unser Freund werden, unser Vertrauter, der, dem man alles anvertrauen kann ohne Angst vor Ablehnung zu haben, sondern im Gegenteil, wo wir Verständnis und Zuhören erwarten können. Der Freund, der immer bei uns ist, uns Morgens als erstes im Bad begegnet und des Nachts der Letzte ist, dessen Wärme wir fühlen bevor wir einschlafen. Der Freund für den wir alles tun würden damit es ihm gut geht und mit dem wir auch Mitleid empfinden, sollte es ihm einmal schlecht gehen. Der kompetente und erfahrene Berater, dessen Stimme und Meinung Gewicht zugemessen wird und die letzte Instanz aller Entscheidungen. Wir, unser eigener innerer Freund, der uns unser Leben lang zur Seite steht. Man könnte auch sagen, die beiden alten Haudegen "Ratio" & "Emotion", sie sind unsere Freunde und Berater und auch wenn wir sie manchmal nicht verstehen, oder die Beiden sich aus unerfindlichen Gründen schrecklich herumprügeln, so ist es nicht sinnig sie dafür zu hassen, sondern, hey, die Jungs sind menschlich ! Sowas gibt's in den besten Häusern ! Vielmehr sollten wir uns einen schönen Tee kochen, etwas beruhigende Musik auflegen und uns mit den Streithähnen in eine Sofaecke kuscheln und dann mal versuchen mit ihnen zu reden und beide Seiten zu hören. Sich selbst also zu fragen, schließlich reden wir mit anderen Menschen auch höflich und gesittet, versuchen in der Regel nicht ihnen einfach unseren Willen aufzudiktieren. "Ratio" & "Emotion" haben auch das Recht wie Menschen behandelt zu werden, schließlich bist Du einer. Also behandele Dich doch nicht schlechter als Du mit anderen Wesen umgehst ! Anstatt ständig wütend auf Dich selbst zu sein weil Du vermeintlich nicht funktionierst oder hilflos bist, oder zu flüchten da Dir die Jungs in ihrem Chaos einfach Angst machen, wäre es doch viel sinniger sich zu vertragen. Und wie macht man das ? Na klar, spendiere ein schönes Glas Rotwein, mach es Dir angenehm und erschaffe eine friedliche Atmosphäre. Behandele Dich selbst einfach so, wie Du glaubst, dass andere Menschen, geliebte und geschätzte Menschen, es verdienen. Behandele Dich wie einen Freund und wie Du Dir wünscht von Deinen Freunden behandelt zu werden. Und höre zu, frage Dich und höre zu ! Im Anfang mag das albern anmuten, aber diese Art der Verständigung mit sich selbst, der Befragung seiner selbst, ist erlernbar. Und glaube mir, Du wirst Antworten bekommen wenn Du in Dich hineinhörst, mit dem festen Vorsatz, Dich nicht zu verurteilen auch wenn das was da zu hören ist nicht dem Idealbild entspricht. Das bist Du, was kann wichtiger sein ? Alles hängt an Dir selbst, Dein Wohlbefinden, das Wohlbefinden Deiner Liebsten die nur glücklich sind wenn es Dir gut geht, die Fanta4 haben es mal auf den Punkt gebracht:" Hey, auch wenn's Dir nicht gefällt, in dieser Welt, fährst Du Deinen Film und bist Dein eigener Held !" Und damit kannst Du Dich auch von der Illusion verabschieden, dass Andere Dir etwas geben müssen damit Du glücklich sein kannst. Du musst es Dir holen und das kannst Du nur, indem Du weisst was Du brauchst. Andere können es nicht wissen, schon gar nicht, wenn Du es selbst nicht weisst. Wenn Du in der Lage bist Deine Bedürfnisse klar auszuformulieren, dann kannst Du mit Deinen Wünschen und Bedürfnissen ganz real an andere Menschen herantreten und diese können dann entscheiden ob sie Dir geben können und wollen was Du Dir wünscht. Im Kennenlernen Deiner Selbst, liegt der Schlüssel um aus diesem Suchtmechanismus auszubrechen. Denn diese Sucht ist nichts anderes als ein übertragenes Bedürfnis. Das Bedürfnis vor etwas zu fliehen und Defizite auszugleichen. Zu fliehen vor der Erkenntnis das Du Dich nicht genügend beachtest und Dich damit auf Dauer misshandelst und die Defizite sind Dein innerer Freund, der einfach nicht gemocht und angenommen wird, obwohl er sich das so sehr wünscht. Denk einmal darüber nach ... > Und was soll ich nun konkret tun ?Nun ja, so ganz genau kann ich es Dir nicht sagen, kann nur einige Vorschläge machen. Vorschreiben was Du zu tun und zu lassen hast, dass sollte ausser Dir selbst generell niemand können ! > Kommunikation ! Wir stehen uns selbst ja nun einmal völlig subjektiv gegenüber und dies kann auch zur Falle werden, insofern als das man vielleicht in seiner erst einmal gegebenen Hilflosigkeit in einer Notlage, den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Über das Problem zu reden bringt Impulse von aussen und, vielleicht, so man es zulässt, auch Trost, Zuspruch und daraus resultierend Kraft. Aber auch eine ordentliche "Kopfwäsche" von einer nahestehenden Person kann sehr hilfreich sein, so man bereit ist darauf einzugehen. Dies dürfte aber nicht sehr schwer fallen wenn man wirklich etwas ändern will und da kann ein vorgehaltener Spiegel nun einmal sehr hilfreich sein, auch, oder gerade weil, er etwas zeigt das nicht unbedingt gefällt. Natürlich landen viele Menschen auch im Netz da sie einsam sind und eben keine Vertrauten haben. Solltest Du ein solcher Mensch sein oder aber ein Wesen, welches zwar bereits mit seinen Freunden und Vertrauten redet aber es einfach nicht schafft vom Mechanismus der Kompensierung loszukommen, dann, nun ja, dann empfehle ich hier wirklich allen Ernstes eine Psychotherapie. Ich selbst habe in meinem Leben einige Therapien durchlaufen und ich bin dort hingegangen nicht weil ich "völlig irre" war oder bin, sondern weil ich nicht mehr weiterkam und es somit mit professioneller Hilfe versuchen wollte. Es funktioniert, zumidest meines Empfindens nach sogar sehr gut ! Es gibt mehrere Möglichkeiten, von der einmal wöchentlich stattfindenden ambulanten Therapiesitzung, über die Tagesklinikvariante, bei der man Abends nach Hause gehen kann, bis hin zur Kliniktherapie, die zwar die schwierigste, aber auch effektivste Möglichkeit darstellt. In fast jeder größeren Stadt gibt es die AWO (Arbeiterwohlfahrt) und der dortige "Soziale Dienst" berät und hilft weiter bei allen Fragen. Auch der Blick in die gelben Seiten kann weiterhelfen, dort sind in der Regel Institutionen wie ein "psychologischer Notdienst" oder ein Sorgentelefon zu finden. Bei diesen Einrichtungen kann man sich in allen Therapiefragen beraten und sich auch Ärzte empfehlen lassen. Ich bin auch gerne bereit Auskunft zu geben und weiterzuhelfen soweit mein Wissen diesbezüglich reicht. Wer also Fragen hat, der scheue sich nicht auf dem Board zu posten ! > Der Tagesplan ! Ein geregelter Tagesrhythmus ist Gold wert ! Dabei geht es vor allem um die Erkenntnis das hier keine Konditionierung, sondern eine hilfreiche Maßnahme zum eigenen Wohlbefinden umgesetzt wird. Am Besten man macht sich einen A4 Zettel fertig, oder auch mehrere die man in der Wohnung in Augenhöhe verteilt, auf denen in großen deutlichen Lettern genau das zu lesen ist. Also: "Ich tue was ich tue, um mir Gutes zu tun !" (dann die Tätigkeit und die Wertung) Als Beispiel, für den PC Monitor: "Ich tue was ich tue, um mein Freund zu sein ! Du bist hier falsch, hier hast Du nichts zu tun als arbeiten !". Oder einen für das Bücherregal: "Ich tue was ich tue, um mir Entspannung zu verschaffen ! Hier bist Du richtig, lies ein Buch !". So dämlich das klingen mag, so effektiv ist es auf die Dauer, denn es bekämpft das Gefühl sich etwas zu verbieten und fördert das Empfinden etwas für sich zu tun. Quasi Trick Siebzehn inklusive konstruktiver Selbstüberlistung. Bewußt seine Zeit so einzuteilen das jeden Tag mehrere Dinge getan werden die die Zeit vertreiben. Seine Stunden so zu verteilen das man etwas schafft und sei es die Generalreinigung der Schrankwand, einige Stunden des Lesens, Gartenarbeit oder das Erstellen einer Zeichnug, das Backen eines Kuchens etc. Und dann, ganz wichtig, ein bis zwei Stunden Arbeit am PC. Denn es ist nicht sinnig den PC zu verbannen, er wird uns früher oder später sowieso wieder begegnen und sei es im Beruflichen ! Aber unser Tun am PC sollte sich ändern. Nun nehme ich mich selbst einmal als Beispiel. Ich hatte mich in einer großen Forencommunity "aufgeschossen", was bedeutete, ich las dort endlos und postete was das Zeug hielt. Grübelte ebenso endlos auf den Gedanken und Reaktionen anderer herum, telefonierte für weit über dreihundert Euro monatlich mit meinen Forenkontakten und mimte noch den "edlen Helfer", obwohl ich selbst sehr dringend Hilfe gebraucht hätte. Auch heute bin ich manchmal noch dort, aber ich poste sehr selten, telefoniere ebenso selten und, stehe ich vom Rechner auf, dann nehme ich direkt eine schwere Lektüre zu Hand oder arbeite an etwas Anderem was meine volle Konzentration erfordert. So verhindere ich das Grübeln und "mich hochfahren" in Interpretationen. Das Wichtigste jedoch ist, diese Community ist nicht mehr Grund meiner Netzgänge, sondern lediglich ein zwischenzeitlicher "Entspannungsklick" neben der eigentlichen Arbeit an meinen Domains (auf einer von mittlerweile mehreren befindest Du Dich ja jetzt). Ich wurde vom blutigen Anfänger in Technikfragen zum recht gut informierten Webpublisher und Techniker, Arbeit eben. Ich arbeite im Netz, suche Informationen, baue kleine Netzwelten, meine Eigenen ! Und dazu setze ich mir eine Zeitbegrenzung, über mir ein Zettel und neben mir ein Wecker, nach maximal vier Stunden ist Schluss ! Und seit es Arbeit ist, bin ich sogar öfter einmal froh darüber. Dieses ist Arbeit und Informationsquelle, nicht mehr, nicht weniger ! Spass ist etwas anderes ! Anfangs war es noch schwer sich loszureißen, mittlerweile wird es immer mehr zum Automatismus und das kann jeder erreichen der sich einen Ausgleich im Realen schafft. Wichtig ist allein der Grundsatz, sich nicht "beschnitten" zu fühlen, sondern sich klarzumachen das es dem eigenen Wohle dient. Selbstverständlich muss Netzarbeit nicht im Publishing bestehen, obwohl Schreiben, es sich von der Seele schreiben, auch ungemein hilft. Da das aber nicht Jedermanns Sache ist, könnte es auch die Erstellung von Bildern oder das Erlernen von Java Programmierung sein (beides mache ich auch noch nebenher, oder sagen wir, ich versuche es) oder das Lernen generell, was auch immer. > Rückfälle & Verteidigungswälle ... Ich fragte einmal einen geschätzten Mann in einer Mail: "Es hat Dich, oder ?" (bezüglich des Netzes) Und er antwortete: "Es holt mich, immer wieder." Tja, mich auch, aber immer seltener. Was einfach daran liegt, dass es immer unangenehmer wird und ich im Umkehrschluss, immer besser lerne mit mir umzugehen, oder aber auch, mir zu verzeihen. Mir mein "nicht perfekt sein" zu verzeihen. Ich lernte mir zu vergegenwärtigen, dass ich es niemals lernte. Niemand zeigte mir wie man das macht, "auf sich zu hören", "für sich zu Sorgen", im Gegenteil, es wurde immer nur die Funktion gefordert. In der Erkenntnis meiner Bedürfnisse war ich völliger Autodidakt und dafür habe ich meine Sache verflixt gut gemacht ! Gut, ich hatte Hilfe, aber auch nur, weil ich mir diese geholt hatte und sie angenommen habe, sei sie auch noch so unangenehm gewesen und das war sie ! Was ich damit sagen will werter Leser, ist, dass es durchaus normal ist, dass es die erste Zeit "rutscht" und das es völlig egal ist. Wichtig ist allein, sich dabei zu beobachten und dann möglichst schnell wieder die Kurve zu kriegen. Diese Kurve werden wir erst dann immer bekommen, bzw. nicht mehr bekommen müssen, wenn beide, Ratio & Emotion, sich sicher sind und das werden sie nur indem sie üben dürfen. Konkret bedeutet das, dass ein vermeintlicher Rückfall nichts ist als eine Bestätigung die von, vorzugsweise unserem Bauchgefühl, also der Emotion, verlangt wird. Die Bestätigung das es eben nicht gut ist und, hört man auf sich, man sich damit auch nicht gut fühlt. Das wird sich so lange wiederholen bis es uns so ankotzt uns selbst wehzutun, dass wir es endlich lassen. Und, sind wir einmal ehrlich, tun wir es bewußt, werten es aus und nehmen es an, ist es zwar nicht angenehm, aber auch nicht verheerend. Es wird immer schneller gehen das man zu sich zurückkehrt und etwas für sich tut, denn man lernt nebenbei auch noch bewußt was sich gut anfühlt. Das Kerzenlicht zur Musik zum Beispiel. Das abendliche Wannenbad, die Stunde lesen zum Einschlafen, das Glas Wein oder auch der körperliche Ausgleich, vielleicht in Form von Gartenarbeit oder Sport, je nach Lust und Möglichkeit. Je länger wir das üben, umso automatischer werden diese Vorgänge des "sich selbst Auffangens" und all dies ist durchaus erlernbar. Zur Not mit Hilfe Anderer, auch in Form einer Therapie ! Kernpunkt dieser Sache ist die Gnade und das Mitleid mit sich selbst. Die Fähigkeit, seine Eigenheiten und Ungeübtheit zu akzeptieren und sich zu verzeihen ! Denn, geißele ich mich nach einem Rückfall, mache mich fix und fertig, so raube ich mir alle Ernergie die ich eigentlich bräuchte um mich loszureißen und Anderem zuzuwenden. Wut auf mich selbst ist kontraproduktiv ! Und, würde ich einen guten Freund endgültig verurteilen, nur weil dieser vielleicht eine Dummheit mehrere Male macht und mit sich kämpft ? Wohl kaum ! Wieder komme ich zum Punkt Freundschaft mit sich selbst. Schaffen wir es diese zu beginnen, die Freundschaft mit uns selbst, wird uns das schützen. Schützen vor einem langfristigen Rückfall und somit einer neuerlichen Flucht vor uns selbst und unseren Bedürfnissen. Wer rennt auch vor einem guten Freund davon ? Und nun ist diese Seite ziemlich endlos geworden, wie mir gerade auffällt. Nun ja, im Folgenden noch einige Verweise zu Hilfsangeboten und, ich wünsche Dir Kraft mein werter Gast, Kraft Dir ins Gesicht zu sehen und für Dich und Dein Leben zu kämpfen. Mach es gut, und vielleicht lesen wir uns ja im Forum.
> Internetsucht / Onlinesucht | Hilfe & Informationen|Um einen Link in einem neuen Fenster zu öffnen, einfach rechter Mausklick darauf und die entsprechende Option auswählen.| > Onlinesucht.de > Suchtberatungen.de > Linkliste zu Therapie & Selbsthilfe online
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